BauweiseDie Anlage selbst ist zweigeteilt und besteht aus einem Schwimmteich, mit einer Tiefe bis zu 3,80 m, und einem Regenerationsteich der komplett bepflanzt ist. Der Badebereich selbst wird in einen Schwimmbereich und einem anschließenden Nichtschwimmerbereich unterteilt. Die Ufer des Hauptbeckens und des Nichtschwimmerbereichs sowie der Regenerationsteiche bestehen aus gewaschenen Kies, Sand und Steinen unterschiedlicher Dimension. Die Befestigung des Ufers erfolgt bereichsweise durch Rundkiesel, speziell im Nichtschwimmer/Kinderbereich. Beim bestehenden Becken werden die Betonwände um ca. 30 bis 160 cm abgetragen. Neben den Betonmauern werden einige Bereiche auf eine Breite von 2,00 m bis 5,00 m als Strandbereich ausgehoben. Diese neugeschaffenen Bereiche werden nach Auskleidung der neugeschaffenen Teichfläche mit einer mindestens 1,5 mm starken Folie bekiest. Der Flachbereich ist zum Tiefbereich auf der verbleibenden Mauerkrone mittels Teichsäcken abgegrenzt. Diese verhindern ein Abrutschen der Randbekiesung in den Tiefwasserbereich. Um die bestehende Wassertiefe erhalten zu können wird das umliegende Gelände durch Auffüllung von Aushubmaterial um etwa 50 cm angehoben. Zur Einhaltung der Wasseroberfläche werden am Nordufer Überlaufrinnen aus Acrylbeton installiert. Sie dient zur automatischen Entfernung von schwimmender Biomasse aus Blütenstaub und Laubfall. Das überlaufende Wasser läuft über Rohrleitungen in den 1,35 m tiefer gelegenen Regenerationsteich. Der Regenerationsteich wird im östlichen Bereich des Grundstückes angelegt und erhält eine Tiefe von 1,50 m. Nach der Abdichtung mit einer mindestens 4,5 mm starken Folie erhält dieser eine Füllung mit Rollkies unterschiedlicher Körnung. Im Kieskörper des Regenerationsteiches wird ein perforierter Betonschacht eingebettet. Von diesem Schacht durchziehen Drainrohre den gesamten Bodenfilter. Dabei passiert das Teichwasser den ausreichend dimensionierten mineralischen Bodenfilter, unterschiedlicher Korngröße, der mit einem ausgewählten Sortiment heimischer Wasserpflanzen bepflanzt ist. Der bakterielle Abbau der im Badewasser enthaltenen gelösten organischen Substanz erfolgt im Bodenfilter. Zur Verbesserung der Reinigungsleistung ist ein regenerationsinterner Kreislauf vorgesehen, der sauerstoffarmes Wasser unter dem Wurzelhorizont der Reinigungspflanzen abzieht und dieses vor Rückführung über pneumatische Membranen mit Sauerstoff anreichert. Vom Regenerationsteich wird das biologisch gereinigte Wasser mittels Pumpen in den Schwimmteich gepumpt und tritt dort über einen Quellteich bzw. Quellstein aus. Der Zugang zum Badeteich erfolgt über Lärchenholzstege bzw. gesondert ausgewiesene Flachbereiche. WasserzufuhrDie Erstbefüllung erfolgt über das örtliche Wasserleitungsnetz, worüber auch der Verdunstungsausgleich ausgeglichen wird. Eine vollständige Entleerung des Regenerationsteiches ist nicht vorgesehen. Der Badeteich wird alle 2 bis 3 Jahre um etwa ein Drittel zu Reinigungszwecken abgesenkt. FunktionsbeschreibungDie Wasserreinhaltung im Badeteich erfolgt durch ein natürliches System aquatischer Organismen, die miteinander vernetzt sind. Diese Verknüpfung bewirkt den Ab- und Umbau organischer Biomasse in die ursprünglichen Grundbestandteile. Die biologische Selbstreinigung funktioniert unter Sauerstoffeinfluß. Im wesentlichen sind dafür für den Menschen unschädliche Mikroorganismen sowie höhere Organismen (tierisches Plankton) verantwortlich. Ein weiteres Element für die Funktion ist eine große Vielfalt und Gliederung des Substrats, das als Aufwuchsfläche für pflanzliche und tierische Lebewesen dient. Biomasse und Verunreinigungen sowie im Wasser gelöste organische Substanz werden bakteriell abgebaut und mineralisiert. Die Endprodukte N und P in vollmineralisierter Form werden weitgehend nach Passage des Adsorptionsmediums ausgelagert und stehen somit für Euthrophierun des Teiches nicht zur Verfügung. Das beschriebene Reinigungsverfahren entzieht dem Kreislauf Nährstoffe und sorgt für zusätzliche Stabilität. Schwer kontrollierbare Nährstoffeinträge z.B. Laubfall können das so stabilisierte Gleichgewicht weniger leicht beeinflussen. Das System reagiert auf Verunreinigungen und Nährstoffeintrag adaptiv, es ist in der Lage, das Gleichgewicht bei veränderten Belastungen durch den Badebetrieb aufzunehmen wobei die Belebtheit kurzfristig zunimmt. Die technischen Einbauten schaffen günstige hydraulische Verhältnisse, die der Unterstützung der Selbstreinigungsprozesse dienen. Humanpathologene Keime wie Escherichia Coli und Enterokokken haben in diesem Milieu keine Lebensgrundlage und sterben ab. Biologische SelbstreinigungOberflächenabsaugung und WasserkreislaufDurch Mineralisierung von Biomasse im Teich anfallende Nährstoffe werden in den bepflanzten Bodenfilter zurückgepumpt und dort von den Pflanzenwurzeln aufgenommen. Im Wasser gelöste organische Substanzen werden im Kieskörper bakteriell abgebaut. Die Oberflächenabsaugung dient zur Abscheidung von Laub und schwimmenden Verunreinigungen. Durch einen Siebeinsatz wird eingewehte Biomasse abgesondert und dem System entnommen. Das durch eine Pumpe im Kreislauf befindliche Teichwasser fällt über eine Abrißkante in die Laubfangrinne und in den nachgeordneten Schwallwasserbehälter. Von dort transportiert die Pumpe das Teichwasser druckseitig in den Bodenfilter. Nach dessen Passage fließt es über Schwerkraft wieder in den Teich zurück. Badeteich:Gesamtwasseroberfläche ca. 2.000 m²Nutzbare Wasseroberfläche ca. 2.000 m²Größte Länge ca. 50,00 mGrößte Breite ca. 58,60 mGrößte Tiefe 3,80 mGesamtinhalt ca. 4.000 m³Regenerationsteich:Wasseroberfläche ca. 1.700 m²Größte Länge ca. 56,80 mGrößte Breite ca. 44,00 mGrößte Tiefe ca. 1,50 mWasserinhalt ca. 1.400 m³Mächtigkeit Bodenfilter 0,5 bis 1,5 mQuellbecken:Wasseroberfläche ca. 300 qmGrößte Länge ca. 19,00 mGrößte Breite ca. 18,80 mGrößte Tiefe ca. 1,50 mWasserinhalt ca. 250 m³Teichbelebung:Die Belebung des Teichwassers erfolgt über eine Druckluftlanze und einer pneumatischen Membrane. Dabei wird ölfreie Druckluft fein verteilt in den Belebungsschacht eingeblasen. Das Teichwasser wird dadurch der jeweiligen Wassertemperatur entsprechend, maximal mit Sauerstoff angereichert. Schädliche Bakterien (z.B.: Escherichia Coli) sind in diesem Milieu nicht lebensfähig. Bepflanzung:Ein geeignetes Pflanzsubstrat bestehend aus Lehm – Sandgemisch wird im Kieskörper der Regenerationszone eingebaut, wobei die Wurzelstöcke der vorkultivierten heimischen Wasserpflanzen ausreichend mit diesem Material umgeben werden. Technische Neuerungen bitte beim Schwimmmeister Harwig Hudasch erfragen!Â
|